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Thema: [Wettbewerb] Geschichte des Stammesführers

  1. #11
    Travianer Benutzerbild von Templer184
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    Standard Eine Welt voller Mythen...

    In der Welt von Travian gibt es selbst nach sovielen Jahren noch Myten und Ereignisse die einfach niemand erklären kann. Was Passiert mit den unzähligen Truppen die vor den Dörfern sterben bei Offaktionen oder beim WW-Clean/bei der Arte Eroberung. Einen der mysteriöstesen Myten möchte ich euch heute näher erläutern.

    Was passiert mit den Stammis/Häuptlingen/Senis nachdem sie ein Dorf umgestimmt haben?
    Es war lange Zeit ein Mysterium doch meine Kundschafter konnten nach dem letzten großen Fest im Dorf etwas unglaubliches beobachten.
    Sie wachten mit einem riesen Kater mitten in der Nacht vor dem Dorf auf, da sie am Abend bei dem großen Fest gefeiert hatten. Sie hatten keine Ahnung wie sie vor das Dorf gekommen waren, aber vom jetztigem Zeitpunkt hätte es nicht besser laufen können.
    Die Kundschafter wollten ihren Durst löschen und standen auf um zurück zum Dorf zu wanken, doch was sie dann sahen lies sie schlagartig aufblicken.
    Eine Arme mit unzähligen Keulenschwingern, Teutonen, Rammen und Kattapulten hatte das Dorf angegriffen. Am Horizont konnte man nurnoch die Umrisse von hinten erkennen. Die Kundschafter stiegen vorsichtig den Hügel vor dem Dorf empor und sahen noch mehrere Wellen mit Stammesführern in das Dorf marschieren. Insgesamt liefen 6 Stammesführer in das Dorf um die Dorfbewohner zu bekehren und sie somit einem anderen Herrscher gefügig zu machen.
    Die Kundschafter warteten was wohl passieren möge und sahen dann nurnoch 5 Stammesführer das Dorf verlassen.
    Voller Neugierde was mit dem 6ten geschehen sei machten sie sich auf ins Dorf und waren geschockt von dem was sie sahen. Die Dorfbewohner waren alle in Trance versunken und wie Hypnotisiert, genauso der Stammesführer und alle Truppen die in dem Moment im Dorf waren.
    Sie alle marschierten im Gleichschritt auf den Dorfplatz als wären sie Ferngesteuert. Dort angekommen brach der Boden auf und ein Paar Natarenreiter kamen aus dem Loch im Boden gallopiert. Alles in allem war es ein Beeindruckender anblick und die Kundschafter bekamen es langsam mit der Angst zu tun, was geschieht hier nur? Auf einmal bebte der Boden unter Ihnen, eine Art Altar erschien wie aus dem nichts, verziert mit Schriftzeichen und Bildern der Nataren.

    Aus der Menge der Hypnotisierten trat der 6te Stammesführer hervor und ging zu dem Altar. Vorne angekommen wurde er von den Reitern gepackt und auf den Altar gebunden. Was die Kundschafter allerdings nicht bemerkt hatten war das neben ihnen ein Schamane der Nataren aufgetaucht ist, keine 2m entfernt. Sie waren starr vor Schreck, hat er sie bemerkt?, was sollten sie tun? Doch sie hatten Glück, der Schamane ging zu dem Altar und Stach mit einem silbernen Dolch auf den Stammesführer ein. Er stach so oft auf ihn ein bis das Blut des Stammesführers seine Kleidung durchtränkt hatte.
    Zeitgleich metzelten die Dorfnbewohner die Einheiten des alten Herrschers nieder und warfen ihre leblosen Körper in das Loch aus dem die Nataren Reiter erschienen sind.

    Auf einmal blickte der Schamane auf, genau in die Richtung des Verstecks der Kundschafter und begann hämisch zu grinsen. Die Kundschafter schreckten auf und wollten schon wegrennen bis, so plötzlich wie es begonnen hatte, es wieder aufhörte und die Einheiten der Nataren mit dem Altar und dem Loch im Boden verschwanden.
    Die Dorfbewohner rieben sich alle die Augen als wären sie soeben aufgestanden und von einem langen Schlaf erwacht. Sie huldigten dem neuen Herrscher und handelten als wäre nichts geschehen.
    Die Kundschafter beeilten sich und fliehten aus dem Dorf das ihnen so unheimlich erschienen ist wie noch keines zuvor.
    Völlig erschöpft kamen sie in meinem Palast an und berichteten mir von ihren Beobachtungen welche ich euch nun kundtu. Nun wissen wir was in der Welt Travians mit den Stammesführern geschieht wenn sie ein Dorf bekehrt haben. Sie werden den Göttern den Nataren geopfert und beweisen somit das die Macht der Nataren keinesfalls gebrochen wurde durch die Unzähligen Weltwundersiege durch andere, die Frage ist nun... wann wird die Nacht der Nataren endlich gebrochen? Müssen wir noch mehr über die Geheimnisse der Welt erfahren und sie erforschen oder wird die Macht der Nataren eines Tages gebrochen?
    Soviele Fragen und nur eine Antwort...

    Rammenrekord T4.4 : Silver Surfer (HoF)

  2. #12
    Travianer Benutzerbild von mirakulix
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    Standard Meine Story

    Er ist Gouverneur des Stammes welchen er überzeugt hat und verwaltet das Dorf. Ende.
    Valar morgulis

  3. #13
    Travianer Benutzerbild von ErzMaster
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    Standard Das Leben des Stammesführers

    Mit 6 Jahren beginnt für die Söhne Germaniens das Leben im Stamm. Täglich zu Sonnenaufgang stehen bereits die Jüngsten am Versammlungsplatz. Stramm, mit starrem Blick nach vorne und ohne Angst gehen die Männer in die Kämpfe. Übungswaffen gibt es nicht, nur Stahl auf Stahl und kostet das kalte Eisen einmal Blut, wird mit Nichten aufgehört, sondern der Griff des Schwertes stärker umklammert und weitergekämpft. Angsthasen & Deserteure werden im Dorf nicht geduldet, Schwache kann hier niemand brauchen.

    Mit 10 Jahren, gehärtet durch das stramme Trainingsprogramm, bei Regen wie bei Schnee, durch Schmutz und Eis, werden die jungen Kämpfer in die Wildnis ausgesetzt, um dort zu beweisen was sie gelernt haben. Die Mehrheit der Kämpfer versucht lediglich zu überleben, schließt sich in Gruppen zusammen, jagen Wildschweine und Ratten und lernen das Leben in einem Heeresmarsch kennen.

    Doch einige Wenige, mutige und hünenhafte Krieger, gehen auf die Jagd nach Ruhm. Um eine Trophäe für ihren Stamm zu gewinnen, setzen sie ihr Leben aufs Spiel. Im Kampf stellen sie sich den Bestien der Wildnis, riesen Bären, die selbst den größten Krieger um drei manneslängen überragen, Tiger mit Krallen so schnell und scharf, dass nur ein Augenschlag zur falschen Zeit den Tod bringen kann. Und zu manchen Zeiten, nur sehr selten, begegnen einige Krieger Elefanten. Lange bevor die Tiere gesichtet werden bemerken die Krieger ihre Anwesenheit. Der ganze Boden bebt, Bäume krümmen sich zur Seite und das Wild ist auf der Flucht. Auch viele Krieger schließen sich den Tiermassen an. Doch jede Generation einmal wittert ein Krieger seine Chance, sich selbst zu beweisen und bleibt zurück.

    Viele von ihnen werden nie wieder gesehen. Doch in seltenen Fällen kommen die Jungen wieder heim. Beladen mit Bärenfellen so groß wie ein Zelt oder den Stoßzähnen der Elefanten, länger und spitzer wie jeder Speer. Diese Krieger werden von nun an gesondert ausgebildet um später ihren Stamm als Stammesführer zu repräsentieren. Sie werden in fremde Dörfer geschickt, bekleidet mit den edelsten Pelzen der gefährlichsten Tiere. Ihr Ruf eilt ihnen bereits weit voraus. Dort sprechen sie zu den Menschen fremder Völker, stellen sich in Zweikämpfen ihren stärksten Kriegern und versuchen das Dorf für sich zu gewinnen.

    Ist dies gelungen, lässt sich der Stammesführer im fremden Dorf nieder. Hier wird er respektiert, geachtet und gefürchtet. Als Zeichen seines Ruhmes wird ihm eine Residenz gebaut. Dort wird er später die jungen Stammesführer seines neuen Dorfes ausbilden, ihnen die alten, hart erkämpften Weisheiten weitergeben und ihren Werdegang verfolgen. Solange die Residenz des Stammesführers steht, haben Aufrührer und Gesandte anderer Stämme keine Chance. Die Dorfbewohner schenken ihnen kein Gehör. Die Residenz, groß, stark und herrlich anzusehen zeugt von der Macht des Stammesführers. Erst wenn sie fällt, keimt der Zweifel bei den Bewohnern auf. Und vielleicht kommt ein neuer Anführer, groß und stark, dessen Taten sogar die des Stammesführers in den Schatten stellen.

  4. #14
    Travianer
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    Standard Der lange Weg

    Ein langer und beschwerlicher Weg lag hinter ihm und seinen Mannen. Vor ihm ritt Theodrin. Dieser stattliche und kampferprobte Recke fieberte dem Kampf entgegen. Das römische Reich dehnte sich immer weiter gen Norden aus. Sie mussten es aufhalten, wollten Sie das germanisches Brauchtum erhalten.

    Hoch im Norden hatten die Älteren lange im Thing am Feuer beratschlagt und waren zu dem Schluß gekommen, Mattiacum von der Römischen Geißel zu befreien. Kriegsgerät war herbeigeschafft und Theodrin damit beauftragt worden, die Feste im Kampf einzunehmen. Aber er, Albin, hatte Zweifel an diesem Plan. Zuviel Bluvergießen hatte er in seinem langen Leben gesehen. War er auch über die Jahre alt und grau geworden: Er konnte nicht zulassen, dass Mattiacum dem Erdboden gleichgemacht würde. Also berief er in der Nacht vor dem Abmarsch des Trosses - einer sternenklaren Vollmondnacht – abermals den Thing ein und erklärte, er werde Theodrin begleiten. Er wolle sich an das germanische Volk wenden, um dieses davon zu überzeugen, sich von der römischen Besatzung zu befreien. Würde dies gelingen, könne ein sinnloses Blutvergießen verhindert werden.

    Und so zogen Sie bei Tagesanbruch gen Süden. Der 1000 Mann starke Zug wand sich durch die nebelfeuchten Wälder und Felder. Nach einem beschwerlichen Weg erreichten Sie endlich die Ebene, aus der sich Mattiacum in der Ferne erhob. Theodrin scharrte seine Heeresführer um sich und gab Befehl, die Mauern der Feste ins Visier zu nehmen. Anschließend sei die Residenz des Stadthalters niederzureißen. Dieses Gebäude dekadenter römischer Bauart mochte sich so gar nicht in das einfache, jedoch einladende Bild des Ortes einfügen.

    Während die Krieger ihrem Handwerk nachgingen, stellt sich Albin vor das große Haupttor. Mehrere Tage erhob er seine tiefe und klare Stimme. Eins ums Andere Mal rief er seine Brüder und Schwestern in der Stadt an, während neben ihm der Schlachtenlärm toste. Unbeirrbar erinnerte er die Bewohner Mattiacums an ihre germanischen Traditionen, sprach von den Riten der Alten und der Gemeinschaft der Stämme. Unerbittlich tobte die Schlacht zwischen den römischen Besatzern und Theodrins Mannen. Felder wurden niedergebrannt, Gebäude stürzten ein – Albin aber verlor nicht die Hoffnung.

    Und er behielt Recht: Am dritten Tag, als sich die heiße Herbstsonne über das Firmament schob, strömten die Bewohner Mattiacums aus dem Ort heraus – Männer, Frauen, Alte und Junge – und umringten Albin. Die römischen Besatzer suchten ihr Heil in der Flucht. Die Einwohner jedoch führten ein reich geschmücktes Ross mit sich und hoben Albin in den Sattel. Mit allen Ehren wurde er zum Marktplatz geleitet. Dort wurden ihm die Insignien der Macht übergeben. Der Sieg über die Römer wurde noch bis tief in die Nacht gefeiert. Eine tiefe Zufriedenheit erfüllte Albins Seele und umhüllte ihn mit einer wohligen Wärme. Viele Jahre noch sollte er den Ort zu neuer Blüte führen. Theodrin aber kehrte am nächsten Tag in den Norden zurück und berichtete von Albins großartigen Sieg.

  5. #15
    Travianer Benutzerbild von freetime
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    Standard Senator

    Der Senator schaute aus dem Fenster. Draußen schien die Mittagssonne Nizzas über das Forum. Unten auf dem Markt hatte sich eine kleine Menschenmenge um einen Sklavenhändler gebildet, der gefangene Tiere zum Verkauf anbot. Umringt von Leuten brüllte ein Bär in seinem Käfig, während ein Tiger seine riesigen Zähne fletschte. Der Senator wand seinen Blick ab und schaute wieder zum Redner, der in seiner weißen Toga mit rotem Band am Pult in der Mitte des Rathauses stand. Wie immer wurde diskutiert. Zur Zeit redete Marcus Trius, der dritte Senator in der Stadt, Gaius Duos, sein zweiter Kollege saß zur rechten des Senators.
    Primus Quantus, so hieß der Senator, lächelte ihn an, beide waren sich einig das Trius Vorstellung nicht durchkommen würde. Seine Handlung zum Krieg war nicht mehr zeitgemäß, alle waren sich einig, dass eine große Imperianerarmee bestehen musste um gegnerische Heere zu besiegen. Trius dagegen wollte durch universal einsetzbare Legionäre die Wirtschaft entlasten und zudem effektiven Schutz anbieten.

    sowohl die Senatoren als auch die Botschafter denken, dass Prätorianer zum Zwecke der Deffensivarbeit ausreichend seien. Zudem war es friedlich im Staat.

    Nach der Verhandlung kam ein Botschafter aus Rom auf Quintus zugeeilt. "Quintus, der Imperator möchte, dass du eine Stadt überzeugst!" Alles wurde still, seit vielen Jahren war Quintus von anderen Senatoren geschult worden wie er eine solche Tat vollbringen konnte. "Wann?" war alles was er hervorbrachte, bevor die Jubelschreie begannen.

    Am späten Abend war es soweit. Quintus brach mit seinen beiden Kollegen auf, das nahegelegene Dorf davon zu überzeugen sich Rom anzuschließen.
    Bereits gegen die Mittagszeit waren Katapulte, Rammen und Imperialer losgezogen um die Gegner zu schwächen. Als Geleitschutz waren einige herrschaftliche Reiter vorgesehen.

    Um Mitternacht kamen sie bei dem Dorf an, zuerst sprach Trius dann Duos und dann Primus selbst zu den Massen hinter der zerstören Palisade. Primus wurde durch seine rhetorischen Fähigkeiten auserwählt hier der neue Anführer zu sein. Primus war von Glück wie erstarrt. während er das Pferd eines Reiters bestieg um in das Dorf zu reiten, fühlte er die Freude in sich hochsteigen. Im Dorfinneren angekommen begutachtete er das Rathaus, auf rechten Seite, zentral gelegen stand ein Stuhl mit Blick auf den Marktplatz. Lächelnd sagte er : " Dies wird mein Platz um meinen Herrscher zu vertreten"

  6. #16
    Travianer
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    Standard Stammesführer Don überzeugt das Volk

    Don und Bella saßen auf der Parkbank im schönen Dorf bei Sonnenuntergang.

    Don : „Bella, wir sind ja nicht wirklich glücklich unter dieser Führung hier….ich werde versuchen das Volk zu überzeugen einen anderen Weg zu gehen, meinen Weg…und dann gehört uns auch bald dieses Dorf…..“

    Gesagt, getan.

    Noch in der Nacht trafen Truppen (viele benachbarte Freunde haben sich angeschlossen), Kattas und Don ein – das Volk rief Begeisterungsrufe aus und war in großer Feierlaune – endlich wurde der bisherige Herrscher Pusteblume niedergerannt.
    Noch lange und laut wurde gesungen, aus den Nachbardörfern viele Freunde mitfeierten….

    Am nächsten Abend saßen Don und Bella wieder auf der Parkbank bei untergehender Sonne.

    Don : „Cool Bella, ich habe es geschafft……so ist das – es gibt immer ein paar Menschen,
    die mich zu schätzen gelernt haben, meine Ehrlichkeit und Direktheit lieben – nun können wir unser neues Dorf schön gestalten mit Hilfe des Volkes…wir haben jetzt freie Hand….“

    So wurden Stammesführer Don und seine Bella lange glücklich, am schönsten waren die
    Abende, wenn die Nachbarn und Freunde gar allzu Köstliches in seiner Küche zubereiteten
    incl Bier, Wein und Limo…..

    ENDE

    Anm.: Namen zufällig gewählt
    Anm.2 : kurz und einfach erklärt, für Travianer mit Herz

  7. #17
    Travianer
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    Standard Häuptling Corvus Sintas und die Eroberung von Sinquoia

    Tag 150 des Jahres des Löwen
    Müde blickte Corvus Sintus (so sein römischer Name, unter dem er weit bekannter war als unter seinem gallischen) über das Lager der Truppen vor seinem Zelt. Die Recken freuten sich schon auf die Ankunft in dem kleinen Dorf Sinquoia, wo sie schon mehrfach zu Gast gewesen sind. Corvus jedoch hoffte, dass dies seine letzte Reise im Auftrag seines Herren war.
    In den vergangenen Wochen war er schon mehrfach in Sinquoia gewesen, hatte mit dem Oberhaupt des Dorfes und den Einwohnern geredet. Hatte ihnen von seinem gütigen Herren erzählt und ihnen die Augen geöffnet. Inzwischen verband ihn eine Freundschaft mit vielen der Einwohner. Nur wenige noch hielt es bei ihrem eigenen Herren.

    Tag 151 des Jahres des Löwen
    Corvus stand erneut vor den Bewohnern Sinquoias. Mit starker, sicherer Stimme erzählte er von seinem Herren und den Vorteilen, welche alle von einem Zusammenschluss hätten. Laut jubelend stimmte ihm die Bevölkerung zu.
    An diesem Abend trat der Ältestenrat zusammen und besprach die Zukunft von Sinquoia. Lange ging es hin und her, dann wurde sich entschieden.

    Tag 152 des Jahres des Löwen
    Am frühen Morgen schon stand Corvus auf. Erschöpft blickte er in die blank geriebene Metallscheibe und wusch sich das Gesicht. Mit einem scharfen Messer stutzte er sich seinen Bart zurecht. In Kürze hatte er ein weiteres Treffen mit dem Oberhaupt Sinquoias. Dieser und der Ältestenrat wollten Corvus das Ergebnis der gestrigen Abstimmung mitteilen.
    In seine besten Gewänder gehüllt betrat Corvus das Ratshaus Sinquoias. Die Ältesten und das Oberhaupt hatten sich bereits eingefunden. Wie auch bei den Treffen in den Wochen zuvor wurde zuerst gespeist. Wie jedes Mal waren die Speisen vorzüglich und Corvus hoffte, dass sich dieses Dorf entschied, ihm ins Reich seines Herren zu folgen.
    Mit einem lauten Knall setzte das Oberhaupt seinen Methumpen auf den Holztisch. Die Gespräche verstummten, als er sich erhob.
    "Liebe Ältesten, lieber und gern gesehener Gast - Corvus Sintus."
    Alle hoben ehrend ihre Humpen und tranken einen Schluck.
    "Gestern abend hat der Ältestenrat gewählt."
    Das Oberhaupt machte - wie jedes Mal - eine theatralische Pause.
    "Sinquoia wird Euch folgen, Corvus Sintus. Unter Eurer Leitung wird Sinquoia stärker und reicher werden als es bisher war."
    Getrampel und laute Rufe unterbrachen das Oberhaupt. Mit weit ausgebreiteten Armen bat das Oberhaupt um Ruhe.
    "Mein lieber Corvus, der Ältestenrat bittet Euch, an meiner Statt Sinquoia zu führen. Ihr kennt das Leben in eurem Reich am Besten und könnt daher am Ehesten einschätzen, was wir tun können und müssen, um zu einem ehrbaren Teil des Reiches zu werden."
    Das Oberhaupt trat zu Corvus Sintus und reichte ihm das Schwert des Oberhauptes.
    Ergriffen erhob sich Corvus und wandte sich an die Menge. Inzwischen hatten sich auch viele der Dorfbewohner eingefunden.
    "Liebe Bewohner von Sinquoia. Es ist mir eine Ehre und ein großes Glück, euch alle im Reich willkommen heißen zu dürfen. Noch heute werde ich meinem Herren einen Boten senden, sodass ihr schon in den nächsten Tagen mit Handelsgütern aus dem Reich versorgt werdet. Ebenso werde ich Baumeister anfordern, welche helfen sollen, die Häuser aller, die Schuppen und Lagerhallen herzurichten."
    Jubel brach aus.

    Tag 160 des Jahres des Löwen
    Corvus Sintus ritt langsam auf seinem stämmigen Braunen durch Sinquoia. Seit sich das Dorf unter seiner Leitung dem Reich seines Herren angeschlossen hatte, hatte sich viel getan. Die schon eingetroffenen Baumeister, Corvus Sintus' Begleitung und die Dörferbewohner hatten im nahen Wald Bäume gefällt und den Wall erneuert und verstärkt. Ebenso wurde fleißig an den Lagerhallen repariert. Die Frauen und Kinder banden feste Strohbündel, welche dann von einer kleinen Gruppe Baumeistern genutzt wurden, um die Dächer aus zu bessern.
    Aus dem Reich war Lehm und Stein geschickt worden, und so auch die Wirtschaft Sinquoias wieder angekurbelt worden. Täglich trafen weitere Versorgungspakete ein, die Corvus unter die Bevölkerung verteilte. Dies alles hob die Stimmung, die nach den langen Kämpfen in der Umgebung von Sinquoia alle betrübt hatten. Corvus Sintus' Herr hatte sogar einen seiner berühmten Fallensteller geschickt, der sich nun um eine weitere Verteidigungslinie rund um das Dorf bemühte. Späher des Heeres durchforschten die umliegenden Wälder und Wiesen. Sie hatten bisher wenig zu berichten. Es hatte bisher nur ein kleines Scharmützel gegeben, welches Corvus Sintus' Begleiter schnell für sich hatten entscheiden können.

    Tag 240 des Jahres des Löwen
    Sinquoia wuchs und gedeihte. Aus dem einstigen Dorf war eine kleine Stadt geworden. Für Corvus Sintus war eine kleine Residenz gebaut worden, in welcher sogar schon der Herr zu Besuch gewesen war. Diese Tage waren Festtage für die Bewohner Sinquoias gewesen. In Gedenken an diese Tage wurde an jedem siebten Tag in Sinquoia ein Banquet gehalten.
    Corvus Sintus leitete die Geschicke Sinquoias, wie er es in seiner Ausbildung gelernt hatte. Der Ältestenrat sowie das ehemalige Oberhaupt standen ihm mit Rat und Tat zur Seite. Auch auf Anraten dieser hatte sich Corvus Sintus ein Mädchen des Dorfes zur Frau genommen. In den Tagen, da sein Herr zu Besuch gewesen war, hatten sie sich trauen lassen. Nun erwartete Corvus bereits Nachwuchs.
    Corvus Sintus musste an diesem Morgen früh aufstehen und schlich sich aus dem Schlafgemach. Obwohl seine Hochzeit zu Beginn eher dem Zweck diente, Sinquoia noch fester an das Reich zu binden, hatte er gelernt, seine junge Frau zu lieben.
    Von einem Bediensteten ließ er sich ein Frühstück bringen, ehe er langsam in die große Ratshalle der Residenz ging. Heute würden er über die Bürger Sinquoias Gericht sitzen. Heute konnte ihm jeder seine Sorgen vortragen und er würde sein Bestes tun, um Sorgen und Streitigkeiten zu beseitigen.

    Tag 324 des Jahres des Falken
    Es waren mehrere Jahre vergangen, seit Corvus Sintus Sinquoia ins Reich seines Herren geführt hatte. Inzwischen besaß Sinquoia eine Streitmacht, die dem Reich half und es sicherte. Die Bewohner lebten in Frieden und Ruhe. Inzwischen traute sich eher selten ein Feind an ihre Tore - und wenn doch, so war Hilfe nicht weit. Aus dem ganzen Reich und den verbündeten Reichen kamen die Heere, um sich scheinbar übermächtigen Streitmächten entgegen zu stellen. Bisher hatte keiner der Bewohner Sinquoias den Anschluss an das Reich bereut.
    Am heutigen Tage war für Corvus Sintus jedoch ein trauriger und zugleich freudiger Tag. Sein ältester Sohn Sixtus war ihm in seiner Berufung gefolgt und würde aufbrechen, an den Schulen des Reiches zu lernen, um eines Tages wie sein Vater einem Dorf zu helfen, in das Reich aufgenommen zu werden und zu wachsen und zu gedeihen. Mit Tränen in den Augen verabschiedete Corvus seinen Sohn und sah ihm nach. In einem Arm hielt er seine Frau, in dem anderen seine jüngste Tochter. Seine beiden anderen Söhne ritten auf ihren Ponies mit Sixtus mit, bis sie am Waldrand umkehrten und im Galopp nach Hause zurück kamen.
    Geändert von Issy (15.10.2014 um 09:33 Uhr)

  8. #18
    Travianer
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    Ruhig und friedlich liegt die Nacht da, nur hier und da das Rascheln eines Tieres im Unterholz. Das einzige Licht das durch die dichten Blätter dringt ist der Vollmond am wolkenlosen Nachthimmel. Ein Reh schreckt auf, aufgeweckt durch einen Eindringling der sich durchs Geäst schiebt.
    Die Gesichtszüge des Eindringlings sind im hellen Mondlich für einen Augenblick gut zu erkennen. DIe blaue Kriegsbemalung darin zeichnet ihn als einen Germanen vom Stamm der Alamannen aus. Und er ist nicht allein. Nach und nach kriechen mehr und mehr Germanen durch das Buschwerk.
    Man merkt ihnen an, dass sie erfahrene Krieger sind, da sie kaum Geräusche verursachen und darauf achten keine Äste abzuknicken um ja keine Spuren zu hinterlassen.
    Einer der Krieger flüstert ein Signal worauf sich alle schneller vorwärts bewegen. Es gilt ein Ziel zu erreichen bevor der Morgen naht. Im Norden wird ein heller Schein am Horizont sichtbar, aber der morgen kann es noch nicht sein. Für die Krieger ist es das Zeichen, dass sie auf dem richtigen Weg sind.
    Als die Krieger nach ihrem langen Weg endlich aus dem Wald hervortreten, sehen sie die Ursache für den hellen Schein im Norden. Der römische Vorposten, das Ziel ihrer Reise, steht in Flammen. Der junge Germane Bandolf führt seine Truppen an der Waldsäumung entlang auf den Vorposten zu.
    Es ist das erste Mal das sein Vater, der Oberstammesführer der Region ihn ein Kommando führen lässt und er ist begierig darauf sich zu beweisen. Seine Aufgabe ist es den Belagerungsring, den sein Vater mit seiner Armee schon um einen Großteil der Ansiedlung gezogen hat, zu schließen und alle abzufangen die ihr Heil in der Flucht in die Wälder glaubten.
    Als der lange Zug aus Kriegern noch auf den römsichen Posten vorrückt wird ein Reiter sichtbar, der schnell versucht von der Ansiedlung wegzukommen.
    Bandolf ruft einen seiner Krieger zu sich, der bekannt ist für sein gutes Auge, und fragt diesen ob er den Reiter erkennen kann. Dieser kann seinen Augen kaum glauben, denn der Reiter ist Marcus Apronius, ein römischer Kriegsheld und berüchtigt in der Region für seine Grausamkeit.
    Bandolf kann sein Glück kaum fassen. Wenn er diesen Helden fassen könnte, würde ihn sein Vater sicherlich rein belohnen.
    Also befiehlt er seinen Männern sich im Unterholz zu verstecken und auf den Reiter zu warten. Marcus Apronius muss zwangsläufig dort vorbei kommen, da der Wald dort wo er vorbei reitet zu dicht ist um mit einem Pferd hindurchzukommen und sich erst ein ganzes Stück nach dem Hinterhalt ein für Pferde begehbarer Pfad durch den Wald zieht.
    Ein großer Baum, der einige starke Äste weit über den Waldrand hinaus streckt, bietet Bandolf eine gute Lage um sich auf den unter ihm vorbeireitenden Römer zu stürzen und ihn vom Pferd zu reissen. Sofort sind seine Männer zur Stelle und helfen den Römer ohne Blutvergießen zu überwältigen und zu fesseln.
    Stolz reitet Bandolf, auf seinem erbeuteten Schlachtroß, den nun sehr jämmerlich dreinblickenden, römischen Helden an einem Seil hinter sich herschleifend, in den römischen Vorposten ein. Die kleine Siedlung, die mal mehrere Dutzend römische Familie und über 100 Legionöre beheimatet hatte, sieht nun total verwüstet aus. Häuser brennen, einige sind eingestürzt. Überall liegen Leichen. Wenn es von den römischen Legionären jemand überlebt hat, ist er wohl längst geflohen. Von den Bürgern haben aber viele überlebt, die zusammengetrieben wurden und von ein paar Kriegern von Bandolfs Vater bewacht werden.
    Bandolf sieht sich um und entdeckt seinen Vater vor dem Hauptgebäude der Siedlung. Als Bandolf diesem seinen Fang präsentiert, sieht er den Stolz in den Augen seines Vaters. Bandolf lauscht aufmerksam als sein Vater mit einer seiner Reden über Mut und Verantwortung beginnt, denen Bandolf nie ganz folgen konnte. Aber diesmal geht sein Vater weiter und spricht über die Streitigkeiten zwischen Bandolf und seinen älteren Brüdern und das es Zeit für ihn sei das Heimatdorf zu verlassen und auf eigenen Beinen zu stehen. Bandolf kann nicht fassen was sein Vater da sagt. Doch dieser fährt fort und meint, dass Bandolf sich in dieser Schlacht bewiesen hat und gezeigt hat, dass er bereit ist größere Verantwortung zu tragen und seinen eigenen Stamm anzuführen. Die römische Siedlung sei der beste Ort dafür und er möchte diese Bandolf als Belohnung für seinen Erfolg schenken. Bandolf ist immernoch ganz vor den Kopf geschlagen, von dem was er da hört. Er ist sich nicht sicher, ob das eine Belohnung oder Bestrafung sein soll, aber seinen Vater danach zu fragen wäre respektlos, also dankt er ihm für dieses Geschenk und geht zu seinen Kriegern um diesen zu verkünden, dass dies nun ihr neues zuhause sein würde.
    Dann kommt ihm ein Gedanke, und nachdem er seinen Vater dazu befragt hat, geht er zu den gefangenen Römern und bietet diesen an sich seinem Stamm anzuschließen oder getötet zu werden. Nicht viele wagen es dieses Angebot abzulehnen und so wachsen in den nächsten Jahren die Germanenkrieger und die früheren Römer zu einem Stamm zusammen. Durch die, von der Natur geprägten, Fähigkeiten der Germanen und das große Wissen der Römer über Ackerbau, Bewässerung und viele andere Dinge, wächst und gedeiht der Stamm und wird schnell bekannt für seinen Wohlstand.
    Unser junger Stammesführer Bandolf verliert schnell seine jugendliche Hitzköpfigkeit nachdem er die Tochter einer der römische Familien zur Frau genommen hat, und sieht seine Berufung nicht wie sein Vater in der Eroberung, sondern in der friedlichen Leitung seines Stammes und in seiner Familie. Für ihn ist klar das er nicht mehr in den Krieg ziehen möchte, nur um Hass und Verwüstung zu sähen, sondern er möchte anderen ein Beispiel dafür zeigen, wie harmonisch Römer und Germanen zusammenleben können.
    Erst viele Jahre später muss er wieder zu den Waffen greifen um sich gegen einen gallischen Kriegsführer zu verteidigen, der sich dazu aufgeschwungen hat, alle Stämme des Landes zu einem Feldzug gegen die Römer zu vereinen. Und wer ihm nicht freiwillig folgt, soll dafür bluten. Doch dies ist eine andere Geschichten und soll ein andermal erzählt werden.

  9. #19
    Travianer Benutzerbild von Skelter
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    Stamminatorin – Die Fight-Club Legende

    Fridoline Labertasch war eine vorbildliche Stammesführerin. Gegen den Widerstand der germanischen Macho-Gesellschaft hatte sie als erste Frau das Fach Überzeugungslehre an der Akademie von 07 Itzi-Bitzi mit einem Diplom abgeschlossen. Als sie sogar zum Doktor der Überzeugungskünste promovierte, wäre es fast zu einem Aufstand gekommen. Dank ihrer Ausbildung und charismatischen Ausstrahlung konnte Fridoline die Randalierer jedoch problemlos um den Finger wickeln.

    Seither vermochte kaum noch etwas Fridolines Glück zu trüben. Sie verliebte sich in den charmanten Keulenschwinger Sägebert und nahm mit ihrer Hochzeit den Doppelnamen Labertasch-Keulinski an. Sein geringes monatliches Einkommen erwies sich für das junge Paar als kein Problem. Fridoline verhandelte mit Immobilienmaklern und Kuhhändlern so geschickt, dass es die beiden zu einem wohlständigen Leben der oberen Mittelklasse brachten. So lebten und liebten sie sorglos vor sich hin – bis eines Tages die große Nachricht ins Haus flatterte – das Land rief Fridoline vor feindlichen Toren zu sprechen.

    Dort stand sie nun, selbstbewusst, siegesgewiss, eine Karrierefrau – und sprach den letzten Satz ihrer stundenlangen Rede: „Bürgerinnen und Bürger von 14 Merlin, ich habe einen Traum, blühende Landschaften erwarten euch, tear down this Wall, ich bin ein Merliner!!“

    Das Dorf war erobert. Die Stürme der Begeisterung und Tsunamis der Anerkennung, die über Fridoline hereinbrachen, rissen sie mit in einen Strudel der Glückseligkeit. Anlässe, Parties, unzählige neue Freunde stellten ihr Leben auf den Kopf und entführten sie in eine andere Welt. Eine bizarre Welt des Jetsets und der Ausschweifungen, eine Welt in der ein Keulenschwinger nichts verloren hatte. Sägeberts Abschiedsbrief ereilte Fridoline in einem Rausch aus Met, Fliegenpilzen und namenlosen Liebhabern.

    Als sie aus ihrem wochenlangen Taumel erwachte, verfiel Fridoline in Depression. Sie hatte mehr als nur die große Liebe verloren - ewige Neidhammel hatten zudem auch ihre Karriere zerstört. In einer inszenierten Intrige wurde ihr unterstellt, die Doktorarbeit über die Marketingfunktionen von Gesetzestafeln wäre das Werk eines Ghostwriters. Vorwürfe die nie bewiesen wurden, sie jedoch nicht mehr losließen. In der Politik konnte sie so belastet keinen Fuß fassen, so dass man sie mit einer kleinen Stelle im Ordnungsamt abspeiste.

    Ein langweiliges Leben zwischen Stempelkissen und spießigen Vorschriften, das war einfach nicht Fridoline. Über ihren Vorgesetzten wusste sie aus Erfahrung, dass er seit einem Kampfeinsatz durch eine gallischen Falle überzzeugungsunfähig geworden war. Sie entschied sich dazu, ihn mit diesem Wissen zu erpressen und ihre Zeit künftig damit zu verbringen, landesweit ein Netzwerk von Frauen-Fightclubs aufzubauen. Seither kannte man sie in den Kellern von Kasernen, Hauptgebäuden und Rathäusern nur noch unter ihren Kampfnamen „Stamminatorin von Merlin“ und „Frau Doktor Nasenbruch“.

    Ihre neue Leidenschaft ging mit einer erhöhten Anzahl von Krankenhausaufenthalten einher. Wie der Zufall es will, traf sie eines Tages in der Bewegungstherapie auf Sägebert, der sich bei einem riskanten Raubzug eine Kreuzbandverletzung zugezogen hatte. Ob Fridolines Überzeugungskünste ausreichten, um Sägis Herz erneut zu erobern, ist nicht überliefert.

    Das ist die Geschichte von Fridoline, die als erste weibliche Stammesführerin auszog, um ein Dorf zu erobern, den Versuchungen der Schickeria erlag und alles was ihr wichtig war verlor. Sie raffte sich auf und erhielt eine zweite Chance, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen.

    Never give up und keine Macht den Drogen!
    Geändert von Skelter (16.10.2014 um 11:39 Uhr)

  10. #20
    Travianer
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    Standard Der Stamm: Die Söhne des Kampfes

    Noch vor dem ersten Tageslicht, als Mensch und Tier noch friedlich in Ihren Lagern ruhten, klopfte es am Tor des Anwesens. Erst ganz zaghaft, als ob sich die Person vor dem Tor Ihrer nicht sicher wäre, doch wurde sie schnell drängender.

    Mürrisch erhob sich die alte Magd aus Ihrem Lager vor dem Kochfeuer, hatte das gestrige Gelage ihres Lehnsherren doch bis weit in die Nacht angedauert und sie hatte den kommenden Vormittag frei um in die Kirche zu gehen, weswegen sie nichts gegen ein - zwei Stündchen Schlaf mehr gehabt hätte.
    Nichtsdestotrotz ging Sie, dem frühen Besucher das Tor zu öffnen.

    Trotz des derzeit anhaltenden Friedens öffnete Sie zuerst die kleine Klappe um zu sehen wer zu solch einer nachtschlafenen Zeit an Ihre Pforte klopfte. Vor dem Tor stand ein Mann mit Fackel, welcher sich trotz des milden Frühherbstes in seinen Umhang gewickelt hatte, unübersehbar war jedoch das Schwert welches an seiner rechten Seite hing. "Ja bitte?"; fragte die Magd den Soldaten.

    Als sich der Soldat ihr zuwandte erkannte Sie Ihn erst nicht, eine lange Narbe zog sich über sein Gesicht, seine Haare waren grau und schmutzig. Er sah nach einem langem, schweren Ritt aus. Als er den Kopf hob erkannte Sie den Bruder Ihres Lehnsherren.

    "Lass mich rein Magd und weck meinen Bruder, uns bleibt nicht viel Zeit".
    Widerspruchslos öffnete die Magd und tat wie ihr gehießen. Ohne Zeit zu verlieren eilte sie in die Kammer Ihres Lehnsherren um Ihn aus seinem Schlaf zu reißen. "Mein Lehnsherr, mein Lehnsherr ihr müsst aufwachen, es ist wichtig", doch der Alte knurrte nur und drehte sich auf die andere Seite.
    Die Magd versuchte es weiter, als in der Kammertür der Bruder des Lehnsherren mit einem Eimer Wasser auftauchte und Ihn über seinem Bruder entleerte, "Wach auf, du Suffkopp!". Der Alte Bruder sprang nach dieser Dusche, erstaunlich flink für sein Alter, aus dem Lager und war drauf und dran seinem Erwecker die Keule, welche bis dahin neben dem Bett lag, über die Rübe zu ziehen als er seinen Bruder erkannte. Stocksteif stand er aufeinmal da und sprach: "Was machst du denn hier!?" .
    "Zieh dich an du Saufbirne, wir haben nicht viel Zeit und ich brauch dich im Vollbesitz deiner geistigen Fähigkeiten": antwortete der junge Bruder.

    Wenig später erschien der Alte im Saal. Noch nicht nüchtern, aber hoffentlich klar genug, urteilte der junge Bruder und wartete bis sich der Alte gesetzt hatte.
    "Es ist soweit, wie du ja bestimmt schon weißt kriselte es schon seit einiger Zeit zwischen unseren beiden Allianzen und gestern erklärten Sie uns den Krieg." der junge Bruder stöhnte ein wenig. "Was war der Auslöser?" fragte der Alte. Der Junge lachte ein wenig, "Hochmut, vorgestern Abend, zum letzten Meta-Kongress, nannte unsere Herrscherin den jungen König von der anderen Flußseite einen Naseweiß, nachdem er sie zum wiederholten Male berichtigt hatte, König Naseweiß rief Sie, lasst mich doch bitte ausreden und die ganze Versammlung lachte Ihn aus, gestern kam dann die Quittung".
    Der Alte schüttelte den Kopf während der Junge Bruder einen Schluck Met nahm bevor er weitersprach.

    "Seit gestern Abend ziehen Kundschafter durch unsere Gebiete und geben die Mobilmachung bekannt, manche Kundschafter suchen junge Recken, andere überbringen Botschaften an bestimmte Personen, unter anderem an mich. Ich habe Befehl mit meinem Knappen heute Abend im Palast vorstellig zu werden. Ich würde gern deinen ältesten Sohn mit mir nehmen und als meinen Knappen in Sold stellen. Ich muss aber auch ehrlich zu dir sein, wahrscheinlich wirst du mich und Ihn dann nie mehr wieder sehen. Ich habe in den letzten Monaten in verschiedenen Dörfern Unruhe gestiftet, die Unzufriedenen in Ihrer Meinung gestärkt, den Zufriedenen Zweifel ins Ohr gesetzt und die Regierungen provoziert. Nun ist meine Zeit gekommen eine Stadt zu übernehmen, die Herrscher holen mich zu sich um mich für meine Dienste zu belohnen. Also was sagst du Bruder?"

    "Es ist eine Chance, auf Macht, Ansehen und Wohlstand, er ist alt genug, er wird mit dir ziehen. Ich lasse alles vorbereiten, in wenigen Stunden ist er soweit bis dahin können auch wir uns nocheinmal zurückziehen, bevor wir ein letztes Mahl zusammen einnehmen, wie es Sitte ist." entschied der alte Bruder und zog sich nachdenklich in die Kammer zurück, um seinem Weib die Nachricht zu überbringen.

    Die Magd, welche alles mitangehört hatte, eilte zu den Knechten und Handwerkern des Anwesens und es begannen die Vorbereitungen für den Auszug des ältesten Sohnes.

    Nach einer letzten Mahlzeit waren alle zum Aufbruch bereit, die Wachtruppen standen aufgereiht im Hof während der Alte mit seinem Weib, seinem Bruder und seinem Sohn vor das Tor schritt. Feierlich überreichte der Alte seinem Sohn einen edlen Anderthalbhänder und zusammen sprachen sie den Schwur des Schwertes: "Geschmiedet in blauem Feuer um für Ruhm, Wohlstand und Frieden einzustehen". Als sie endeten bekundeten die Phalangen Ihren Respekt indem sie mit ihren Speeren auf die Schilder schlugen. Der junge Bruder und sein Neffe bestiegen Ihre Pferde und ritten davon.

    Viele Monate später standen Sie zusammen vor einer weit entfernten Stadt, um sie herum Tausende Axtkämpfer, Teutonen und Katapulte aufmarschiert, um die feindliche Stadt zu nehmen und für Ihre Allianz zu erobern. Das Schwenken des Schwertes gab den Befehl zum Angriff, mit seinem Neffen an seiner Seite beobachtete er, wie tausende Katapulte mit einem Krachen ihre Ladung auf den Weg in die feindliche Stadt brachten. Als die wichtigsten Gebäude zerstört waren begann der Sturm auf die Stadt. Infanterie und Kavallerie kümmerten sich um die letzten Verteidiger. Als diese besiegt waren, liefen der junge Bruder in seiner Funktion als Stammeshäuptling in die Stadt und versammelte alle Bürger am Marktplatz, er sprach zu Ihnen mit lieblichen und harten Worten und gewann so Ihre zukünftige Loyalität. Er versprach, Zerstörtes zu reparieren und Unrecht wieder gutzumachen. Doch an diesem Tag würde erst einmal gefeiert werden, man brachte Fässer voller Met, Wein und auch einige Weiber auf den Marktplatz und ließ bis in die frühen Morgenstunden die Humpen knalle.

    Bereits am nächsten Tag begannen die Aufräumarbeiten und bereits wenige Tage später, standen Mauer und Residenz schon wieder, als ein Kundschafter vor den Toren der neu eroberten Stadt erschien und den Sieg der eigenen Allianz über die Gegnerische bekannt gab und den jungen Bruder als Stadthalter dieser Stadt bestätigte.

    Der nun ernannte Stadthalter, nahm dies zum Anlass ein weiteres Fest ausrichten zu lassen, zumal auch kurz nach dem Kundschafter, mehrere Bataillone Speerträger und Paladine eingetroffen waren und die Stadt wieder ausreichend befestigt war. Solch ein Fest hatten die Bewohner der Stadt noch nicht gesehen und huldigten seitdem Ihren neuen Stadthalter und die neuen Herrscher mit 100% Zufriedenheit.

    Und der Neffe blieb bei seinem Onkel und lernte viel von Ihm bis auch er eines Tages als Stammeshäuptling ausziehen würde um neue Gebiete zu erobern.

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